22. Juni 2018 / News in Sanieren

Heizkesseltausch: Seit 2015 müssen 30 Jahre alte Kessel ausgetauscht werden!

Viele Heizungen in Deutschland sind zu alt. Laut Verordnung müssen Hausbesitzer Heizkessel nach 30 Jahren austauschen. Festgelegt wird dies durch die aktuell geltende Fassung der Energieeinsparverordnung (EnEV) aus dem Jahr 2014. Ist auch Ihre Heizung schon zu alt?

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EnEV 2014: Heizkesseltausch nach 30 Jahren Pflicht

Erneuerung unwirtschaftlicher Heizungsanlagen

In erster Linie zielt die Energieeinsparverordnung auf die Erneuerung unwirtschaftlicher Heizungsanlagen ab. Darüber hinaus umfasst sie jedoch auch andere Gebiete der Gebäudesanierung und Gebäudemodernisierung. Generell geht es dabei nur um Anlagen, die mit gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen betrieben werden. Auf den Punkt gebracht: Konventionelle Heizkessel sind zu überprüfen und ab einem Alter von 30 Jahren auszutauschen. Wichtig für Sie: Das gilt auch dann, wenn die Heizung und ihre Komponenten funktionieren und keine Schäden aufweist. Alle Modelle, die Eigenheimbesitzer oder Immobilienbesitzer also vor dem 1. Januar 1986 eingebaut haben, stehen auf der sprichwörtlichen „schwarzen Liste“. Aus gutem Grund, denn die Heizungen sind nach heutigen Standards nicht mehr energieeffizient und somit bei weitem und im Rahmen des technisch Möglichen nicht mehr umweltfreundlich.

Schwierig ist die Tatsache, dass die EnEV nicht gerade mit Übersichtlichkeit punktet. Sie beinhaltet zahlreiche Sonder- und Ausnahmeregelungen, die es Hauseigentümern schwer machen, sich im Verordnungsdschungel zurechtzufinden. Beispiele für diese verwirrenden Zusatz- und Sonderregelungen sind etwa:

• Sonderrichtlinien für Brennwert- und Niedertemperaturkessel.

• Ausnahmen für Heizkessel mit einer Nennleistung von unter vier und über 400 Kilowatt.

• Ergänzungen bei der Verwendung alternativer Brennstoffe.

• Zusatzrichtlinien für Anlagen, die ausschließlich der Warmwassererzeugung dienen.

 

Mit diesen Beispielen ist die Informationsflut noch nicht zu Ende, denn darüber hinaus gelten gesonderte Richtlinien, wenn Heizgeräte in einzelnen Zimmern auch für die Heißwassererzeugung verwendet werden. Der Zeitpunkt des Immobilienerwerbs und die Anzahl der im Gebäude liegenden Wohnungen spielen ebenso eine Rolle. Hinzu kommt, ob ein Eigentümer selbst im Haus lebt oder ob er ausschließlich Wohnraum vermietet. In der aktuellen Fassung sind Niedertemperatur- und Brennwertkessel explizit von der Nachrüstpflicht ausgenommen. Beim Erwerb einer Immobilie sind die Vorgaben innerhalb von zwei Jahren umzusetzen, unabhängig davon, ob es sich um eine Schenkung, eine Erbschaft oder um einen Kauf handelt.

Die Energieeinsparungsverordnung 2014 ist also ein umfangreiches Konvolut an Vorschriften und Regelungen und macht es den Hausbesitzern nicht einfach. Dennoch sollten oder müssen Sie sich mit der Verordnung auseinandersetzen, denn im Höchstfall drohen bei Nichteinhaltung Bußgelder von bis zu 50.000 €. Das ist ein gutes Argument für eine sorgfältige Prüfung ihrer Heizung, sofern Sie in einem Haus aus den achtziger Jahren wohnen.

Heizung tauschen: Der Kessel muss zur Heizanlage passen

Der Heizkesseltausch will gut geplant sein, denn schließlich geht es um eine zentrale und entsprechend besonders relevante Komponente im Heizsystem. Häufig stehen umfangreiche Umbaumaßnahmen an, denn in vielen Fällen erfordert die Modernisierung auch den Wechsel anderer Elemente. So ist etwa die Kompatibilität von Pumpe, Heizkörpern und Thermostaten zum neuen Kessel zu prüfen. Wichtig ist dies auch, weil veraltete Heizkörper die Effizienz der Heizanlage stark beeinträchtigen können. Wird also auf eine konsequente Sanierung des Heizsystems verzichtet, könnten alte Heizkörper einen Teil der möglichen Einsparung wieder zunichtemachen. Die Investitionen in einen neuen Heizkessel würden sich folglich nur entsprechend eingeschränkt auswirken. Planen Sie den Heizungskesseltausch also möglichst konsequent, um auch bestmöglich und langfristig davon zu profitieren.

Dies gilt auch für alle modernen Kombinationsmöglichkeiten, die Sie nicht vergessen sollten: Der Heizkesseltausch ist nämlich eine hervorragende Gelegenheit, über alternative Energien nachzudenken. In Kombination mit einer neuen Heizung könnte es sich etwa lohnen, auf Solarenergie umzusteigen. Der Einsatz von Solarenergie senkt den kostspieligen Energiebedarf erheblich. Ebenso kommen zeitgemäße Brennstoffe wie Holzpellets infrage. Mit Blick darauf gilt es, unabhängig der Energieeinsparverordnung, zu sagen: Ein Heizkesseltausch eines alten oder veralteten Heizkessels zahlt sich in den meisten Fällen wirklich nachhaltig aus. Neben dem hohen Einsparpotenzial bei den Energiekosten steigert er darüber hinaus zudem den Verkaufswert einer Immobilie.

Veraltete Heizkörper können auch die Effizienz einer neuen Heizanlage stark beeinträchtigen.

EnEV 2014: Chancen nutzen & alle Möglichkeiten ausschöpfen

Ob Hauseigentümer von der Austauschpflicht betroffen sind oder nicht, hängt also von zahlreichen Faktoren ab. Vor allem die vielen Ausnahme- und Sonderregelungen machen es Außenstehenden schwer, den Überblick zu behalten. Schauen Sie trotzdem genau hin und sprechen Sie gegebenenfalls den Installateur Ihres Vertrauens oder Ihren Bezirksschornsteinfegermeister an. Beide können Ihnen mit fachmännischen Rat weiterhelfen.

Darüber hinaus existieren staatliche Förderprogramme, deren Umfang es auszuloten gilt. Der Heizkesseltausch lässt sich auch über Darlehen mit attraktiven Sonderkonditionen finanzieren. Eigenheimbesitzer sind gut beraten, fachkundige Unterstützung in Sachen Heizkesseltausch in Anspruch zu nehmen . Riskieren Sie keine empfindlich hohen Strafen und nehmen Sie das Projekt sorgfältig in die Hand.

Thermona Deutschland bietet Ihnen auch für den Tausch Ihres Heizkessels preislich hochinteressante neue und moderne Systeme. Unsere preiswerten Heizungen und Angebote sollten Sie auf jeden Fall geprüft haben, bevor Sie sich für ein passendes neues Heizsystem entscheiden. Geld, dass Sie bereits bei der Anschaffung der Heizung sparen, bleibt gleich direkt bei Ihnen.